Mittwoch, September 27, 2006

wollen sie mich totfahren!?!?

Hallte es gestern Nachmittag von der Straße herauf. Nicht, dass ich neugierig wäre oder langsam alt würde und mich deshalb zeitweise gerne mal hinter's Fenster klemme, um das Geschehen Draußen zu beobachten, aber hier ein kurzer Abriß des Geschehens:

Eine junge Frau versucht sich im Rückwärtseinparken. Dabei übersieht sie einen Mann in den besten Jahren, der auf dem Bürgersteig entlang läuft. Auto und Fußgänger verfehlen sich nur um Haaresbreite, also so ca. 1,20m. Natürlich nur, weil der Mann stehen bleibt.

Glimpflich abgegangen? Denkste.
Während die junge Frau entnervt Kind und vermutlich Schwiegermutter aus dem nun parkenden Auto bugsiert, spricht der Fußgänger sie an. Wobei, »sprechen« kann man das nicht nennen.

Vielmehr brüllt er sie an, dass ein Fußgänger auf dem Gehsteig Vorfahrt hätte und ob sie ihn TOTFAHREN wolle!? (Das mit dem Totfahren wiederholt er zur Verdeutlichung noch einige Male.)

Die Frau entschuldigt sich hastig und man sieht ihr an, dass sie das schon vor seiner Verbalattacke vorhatte. Davon lässt der Mann sich aber nicht beirren, ebensowenig wie von ihrer Aufrichtigkeit. Stattdessen brüllt er erneut:
»Wollten Sie mich TOTFAHREN!?!? Da war nur noch ein halber Meter Platz zwischen uns! Sie wollten mich doch TOTFAHREN!!!«

Da mischt sich dann auch die Schwiegermutter ein und merkt mit ruhigem Ton an, dass 120cm mehr als ein halber Meter sind, und selbige bei einer Reisegeschwindigkeit von ca. 1cm/Sekunde eine genügend lange Bremsstrecke bieten.

Zugegeben, die Autofahrerin hat sämtliche Vorurteile über Frauen und Einparken nicht gerade widerlegt, trotzdem musste nicht nur ich lachen, als der Fußgänger aufgebracht mit einigen lauten »TOTFAHREN!!! Sie wollten mich TOTFAHREN! Das gibt eine Anzeige, in spätestens einer Woche, verlassen Sie sich drauf! TOTFAHREN!!!« davonging.

Samstag, September 23, 2006

helfe, pulizei!

Ein gewiefter Drittklässler kam auf die grandiose Idee, dem Zimmeraufräumen, zu dem ihn seine Eltern verdonnert hatten, mittels eines erstaunlichen Manövers zu entkommen.
Er schrieb einfach:

»Ich brauche helfe holt bite die pulizei driten stok bite shnel«

auf einen Zettel und legte ihn vor die Haustür. Eine besorgte Passantin fand ihn und rief die Polizei. Der teuflische Plan ging auf.
(Nicht lange, denn es gab noch 'ne Standpauke von der Pulizei und aufräumen mußte der junge Mann dennoch.)

Ich muß ja zugeben: ich hätte - hätte ich den Zettel gefunden - angenommen, dass ein weiteres Blind-Date diesmal auf eine andere Art schiefgeht.
Das liest sich so nach Chatter. Beruhigend, dass da eine neue Generation heranwächst, die schon in der dritten Klasse sämtliches Sprachgefühl ignoriert, um chattauglich zu schreiben. Bravo.

Freitag, September 22, 2006

pim deckt auf.

Letzte Woche konnten Pfrontener Polizeibeamten erfolgreich demonstrieren, dass sie auch ohne Tränengas und Gummiknüppel überzeugend sein können.

Ein 68jähriger hatte die Beamten zu Hilfe gerufen, weil sein Damenbesuch nicht mehr gehen wollte. Die 43jährige nämlich war extra aus dem hohen Norden zu einem Blind-Date angereist, entsprach aber nicht den Vorstellungen des Rentners.

Glücklicher Ausgang: Die Polizisten konnten den alten Herren dazu überreden, seinem mißglückten Rendezvous die Übernachtung in einer Pension zu zahlen.

Und jetzt die große Quizfrage: Wo haben die beiden sich kennengelernt?
Richtig. Im Internet.
[Quelle]

Mythos entzaubert!
Und wieder ist ein kleiner Mythos seines Zaubers beraubt worden. *seufz*

Donnerstag, September 21, 2006

freud lässt grüßen

Am Telefon. Ich wollte nach dem genauen Operations-Termin fragen. Herausgekommen ist:
»Um wieviel Uhr wirst du dann morgen repariert?«

Sorgte wenigstens für ein paar Lacher. Immerhin.

Mittwoch, September 20, 2006

some sun, some devil

Man braucht nicht unbedingt eine tolle Kamera, um beeindruckende Bilder zu machen. *hüstel*
Mein Basteljalousie-mit-Normaljalousie-Stillleben find ich eigentlich ganz gelungen.

Basteljalousie-mit-Normaljalousie-Stillleben
Entstand aber eher zufällig, als ich den wunderschönen Goldorangeton der späten Abendsonne einfangen wollte. Tja, meine Popel-Webcam und ich, wir sind wohl nicht gemacht für Kitschbilder. Dafür kann ich jetzt allen zeigen, wie Sonne von meinem Arbeitsplatz aus aussieht. Voll total spektakulär:

Sonne von meinem Arbeitsplatz aus
Hübsch, ne? Hat was von Seifenblasen oder Fettflecken auf Gläsern. ;o)

Apropos hübsch: Ich hab mal wieder einen lange nicht gehörten Song ausgegraben. »Some Devil« von Dave Matthews. Hatte ganz vergessen, wie umwerfend schön der ist und dass er tatsächlich auf meiner Alltimefavourite-Liste draufsteht.

Es gibt nicht viele Stücke, die mit so wenig so viel ausdrücken können. Und noch wenigere, bei denen sich der ganze Text in all seinen Interpretationen über die Musik transportiert, auch wenn man den Text gar nicht versteht oder beachtet. *schmacht*

Da ist es fast schon schade, dass ich grade gar nicht melancholisch genug bin, um mich total in dieses Lied fallen lassen zu können.

One last kiss, one only
Then I'll let you go
Hard for you I've fallen
But you can't break my fall
I'm broken don't break me
When I hit the ground

Some devil some angel
Has got me to the bones
You said always and forever
Now I believe you baby
You said always and forever
Is such a long and lonely time

Some devil is stuck inside of me
I cannot set it free
I wish, I wish I was dead and you were grieving
Just so that you could know
Some angel is stuck inside of me
But I cannot set you free

[Some Devil ~ Dave Matthews]